Optische Qualitätssicherung in der Schuhfertigung

 

Optische Qualitätssicherung in der Schuhfertigung (Health Informatics)

 

Bei der Herstellung von Konfektionsschuhen wird der Schuh um einen sogenannten

Matching eines Leistens mit dem Schuhbinnenraum. Die Farben symbolisieren die Distanz zwischen Leistenoberfläche und Binnenraumfläche

Leisten – ein idealisiertes Abbild eines Fußes – herum gebaut. Nach Herstellung des Schuhes wird der Leisten wieder entfernt und der Schuh sollte seine, vom Leisten vorgegebene, Innenraumform behalten.

Früher wurden nur wenige unterschiedliche Materialien zur Herstellung eines Schuhs verwendet, so dass bzgl. der Abweichung der Innenraumform Erfahrungswerte vorlagen. Heute werden unterschiedlichste Materialien und Fertigungstechniken

angewendet, was dazu führt, dass die Schuhinnenräume immer weniger der Leistenform entsprechen und auch die Schuhgröße nicht mehr eingehalten wird. Die zerstörungsfreie Prüfung von Form und Größe von industriell gefertigten Schuhen ist daher ein wichtiges Verfahren der Qualitätssicherung.

Im Rahmen eines BMWT-Förderprojekts der industriellen Gemeinschaftsforschung entwickelte das IACS ein automatisiertes Bildanalyseverfahren zur Auswertung von Schuhdatensätzen der Computertomographie. Dabei wurden Verfahren der Schuherkennung, der Objektabgrenzung sowie der Schuhvermessung entwickelt und als Softwarelösung implementiert.